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Jugendkreuzweg zur Morgensternhöhe

1. Missionsreise des Paulus

 

Station 3: Antiochia Teil 2

Apg 13,44-52

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Als Paulus und Barnabas eine Woche später wieder predigten, kam fast die ganze Stadt zusammen, um ihnen zuzuhören. Darüber wurden die führenden Juden sehr wütend und verspotteten sie. Paulus entgegnete ihnen daraufhin, dass sie die gute Nachricht nicht hören wollten. Deswegen haben die Missionare den Auftrag von Gott bekommen, es auch anderen Völkern zu verkünden, denen ebenfalls dieses Geschenk zuteilwerden soll. Darüber freuten sich die Menschen aus Antochia sehr und viele kamen zum Glauben. Die empörten Juden hetzten die Stadt so sehr gegen Paulus und Barnabas auf, dass sie weiterzogen. Die neu zum Glauben Gekommenen aber wurden mit Freude und dem Heiligen Geist erfüllt.

Das Christentum ist aus dem Judentum entstanden - Jesus selbst war ein Jude. Im Gegensatz zum Judentum richtet sich diese Religion aber nicht nur an das Volk Israel, sondern an alle Völker. Weil Paulus und Barnabas wussten, welchen Mehrwert Jesus jeden Menschen bringen kann, begaben sie sich auf die beschwerliche Reise. Das gilt heute noch genauso. Jeder benötigt Jesus. Egal ob es ihm gut oder schlecht geht, ob reich oder arm, ob stark oder schwach. Nicht nur für Leute mit Problemen kann die gute Nachricht von Bedeutung sein, sondern jeder Mensch braucht seine Hilfe. Nur sind Menschen in Not manchmal etwas empfänglicher für Hilfe – und genau darum geht es. Menschen entscheiden sich nicht gegen Gott, weil er ihrem Leben keinen Mehrwert bringen könnte, sondern weil sie sich den Zugang zu Gott verbauen.

Die Juden sollten eigentlich die Botschaft von Jesus gut verstehen. Wie in der vorherigen Station zu sehen war, wurde im Alten Testament oft auf Jesus hingewiesen. Aber gerade die Juden im Bibeltext hatten kein offenes Ohr für die Worte von Paulus und Barnabas. Vielleicht liegt dies an der Wut über die steigenden Teilnehmerzahlen, vielleicht haben sie sich zu viel auf ihre Zugehörigkeit zum Volk Israel eingebildet oder vielleicht sehen sie in Jesus keine Hilfe. Was es auch ist, sie nehmen die Botschaft nicht auf. Nicht weil Gott sich ihnen verschließt oder die Nachricht ihnen nichts nützt, sondern weil sie Gottes Hilfe nicht erkennen wollen und stolz lieber ihren eigenen Weg gehen möchten. Gibt es bei uns auch Hindernisse, Gottes frohe Botschaft eine Chance zu geben und ihr offen zu begegnen? Sind wir zu stolz, um Hilfe anzunehmen? Sind wir von Christen enttäuscht worden? Haben wir Vorurteile? Bilden wir uns etwas auf unsere Taufe oder Konfirmation ein?

Vielmehr sollten wir die Botschaft von Jesus hören wie die anderen Menschen aus Antiochia. Für sie war es nicht selbstverständlich, von Gott geliebt und gerettet zu werden.  Sie bildeten sich nichts auf ihre Herkunft oder ihren bisherigen Taten ein. Dadurch konnten sie den Worten von Paulus und Barnabas viel unvoreingenommener begegnen und haben die Relevanz für ihr eigenes Leben erkannt.

Im letzten Abschnitt des Textes lesen wir, dass sie von Freude erfüllt waren. Unser Stolz alles allein und ohne Hilfe zu schaffen, kann uns nie so glücklich machen, wie Jesus, der uns eine viel tiefere Freude schenken möchte. Egal wie gut oder schlecht es uns geht - Wir brauchen Jesus.