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Jugendkreuzweg zur Morgensternhöhe

1. Missionsreise des Paulus

 

Station 1: Aufbruch und Zypern

Apg 13,1-12

 
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Paulus und Barnabas brachen von Antiochia am Orontes auf, um die gute Nachricht von Jesus Christus in die Welt zu bringen. Dabei nahmen sie noch Johannes mit, der ihnen bei der Reise half. Sie segelten vom Hafen in Seleukia nach Zypern, wo sie in die Stadt Salamis ankamen und in der Synagoge predigten. Im Anschluss zogen sie weiter nach Paphos. Der dortige römischen Statthalter Sergius hörte von ihnen und wollte mehr von ihrer Botschaft erfahren. Im Gefolge des Statthalters gab es aber einen Zauberer namens Elymas, auch Barjesus genannt. Dieser kam Paulus und Barnabas entgegen und wollte sie mit allen Mitteln davon abhalten, dem Statthalter die Geschichte von Jesus zu erzählen. Paulus ermahnt Elymas, doch dieser lässt nicht ab. Da sprach Paulus zu ihm: „Du wirst blind sein und eine Zeit lang die Sonne nicht mehr sehen“. Darauf wurde Elymas blind. Der Statthalter war tief beeindruckt von diesem Zeichen und kam zum Glauben.

Eine sehr krasse Story. Du wirst dir vielleicht denken, der arme Elymas... aber er hat sich doch bewusst Paulus und Barnabas in den Weg gestellt, obwohl der Statthalter von den beiden die Geschichte hören wollte.

Welche Geschichte über Jesus das ist, wirst du an der zweiten Station erfahren.

Jedenfalls kam der Statthalter zum Glauben, so der letzte Satz. Aber was bedeutet das „zum Glauben“ kommen? Glauben kann man ja an vieles: „Ich glaube morgen wird es regnen.“; „Ich glaube du hast meinen Schokoriegel gefuttert.“; „Ich glaube an das Gute im Menschen.“; „Ich glaube an Gott.“ – Aber ist das Alles das Gleiche?

Nein! Bei den ersten Beispielen ist „glaube“ ein Synonym von „meinen“. Also ich meine, dass es morgen regnen wird, aber ich bin mir nicht ganz sicher.

Anders beim Letzten: „Ich glaube an Gott.“ – Aber was ist daran so anders? Dazu musst du wissen, dass es im griechischen Urtext des Neuen Testaments verschiedene Begriffe für „glauben“ gibt. Zum einen glauben im Sinne von „meinen“ und zum anderen glauben im Sinne von „vertrauen/sich auf etwas einlassen“. Dieses „vertrauen/sich auf etwas einlassen“ findet sich ganz oft im Neuen Testament bei Menschen, die von der Botschaft Jesu gehört haben. Sie vertrauen darauf, dass das wahr ist, was sie gehört und gesehen haben. Oder anders gesagt, sie sagen: „Gott dir vertraue ich. Ich möchte Schritte mit dir gehen, ich lasse mich auf dich ein.“

Ich möchte dich einladen, dass du dir bis zur nächsten Station Gedanken machst. Was bedeutet für dich Vertrauen und worauf vertraust du im Leben? Worauf baust du? Was ist dir wichtig? Denkst du, dass du auf all diese Dinge immer bauen kannst? Worauf lässt du dich im Leben ein? Was könnte bei Gott anders sein? Warum könnte das Vertrauen auf Gott gut sein?