WILLKOMMEN

Wer auch immer du bist,

was auch immer du glaubst,

wo auch immer du dich befindest

auf deiner Lebensreise, du bist willkommen.

Diese kleine Anleitung kann dir helfen, dich auf das Wesentliche

zu konzentrieren. So wird die STILLE eine gefüllte STILLE.

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INNEHALTEN – ZUR RUHE KOMMEN

Der Herr ist hier. Jetzt. In diesem Moment. In diesem Raum.

Und in meinem Herzen.

Der Herr ist nah.

Näher als mein Atem und mein Herzschlag.

Näher als ich mir selbst bin.

Der Herr ist gegenwärtig.

Wie Raum, Wind, Zeit, Stille oder der Tag.

Der Herr ist hier. Jetzt. In diesem Moment. In diesem Raum.

Und in meinem Herzen.

STILLE – ZEIT ZUM BETEN


Warum feiern wir EIGENTLICH Weihnachten?

Andacht zu Johannes 3,16 – von Pfr. Martin Gröschel

In vielen Krippenspielen wird es gezeigt: das Kind in der Krippe ist der Grund! Doch was bedeutet es eigentlich, dass Gott als Baby in einem Stall zur Welt kommt? Dass Gott Mensch wird?

Die Bibel sagt, das hat etwas mit Liebe zu tun. Im Johannes-evangelium klingt das so: So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab; damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben!

Aus Liebe gibt Gott alle seine Vorrechte auf und begibt sich auf Augenhöhe mit uns! Darüber komme ich immer wieder ins Staunen. Ich glaube, wir werden das nie wirklich begreifen, was es bedeutet, dass Gott aus Liebe Mensch geworden ist. Wir können nur nach Bildern und Vergleichen suchen, die uns dieses Wunder nahebringen. – So wie die folgende Geschichte:

Pater Damian – ein Mönch aus Belgien

Eines Tages ging er als Missionar auf die Inselgruppe Hawaii. Er lebte und arbeitete dort. Er war bekannt für seine gute körperliche Verfassung und er war praktisch begabt. Deshalb baute er an vielen Häusern mit.

Nun lebten auf einer kleinen Insel in Hawaii 600 Leprakranke – ohne jede medizinische Versorgung, einsam und verlassen. Niemand betrat die Insel, ab und zu kam ein Schiff und warf ein paar Lebens-mittel an den Strand. Aber niemand kümmerte sich wirklich um sie.

Da machte sich Pater Damian auf, ließ sich mit einem Schiff hinbringen und blieb bei ihnen. Er lebte mit ihnen. Er kümmerte sich um die Leprakranken: Er brachte ihnen etwas zu essen und verband ihre Wunden. Er baute Hütten für sie. Und um ihnen eine würdige Bestattung zu ermöglichen, zimmerte er mit eigener Hand 2000 Särge zusammen. – Er besuchte die, die niemand sonst besuchte.

Er wandte sich denen zu, von denen sich alle abgewandt hatten. Er berührte die Unberührbaren.

Eines Tages, als er mal wieder predigte, fing er seine Predigt an mit den Worten „Wir Leprakranken“ – und da wussten alle: „Jetzt ist er ganz einer von uns. Jetzt lebt er in der Haut der Leprakranken.“ Und so starb er auch einige Jahre später.

Was für eine Liebe hatte dieser Pater! Dass er sein eigenes Leben hingab, um diesen Menschen zu dienen, die in Not waren.

Bitte nicht falsch verstehen: Mir geht es jetzt nicht darum, dass wir alle Quarantäneregeln missachten und leichtfertig mit Corona umgehen… – Mir geht es um die Liebe dieses Menschen – weil sie uns etwas von Gottes Liebe widerspiegelt: Er zahlte einen hohen Preis, um für die da zu sein, die in Not sind.

Welchen Preis zahlte Gott dafür, für uns da zu sein – und unsere Not! Aus Liebe wurde er Mensch u. gab sein Leben hin. Das ist Weihnachten! Gott – voller Liebe – zu uns. Wer sagt: Gott weiß nichts von unseren Nöten und Ängsten, der irrt sich. Gott wurde selbst Mensch und hat gelitten – er wurde einer von uns.

Gottes Liebe – unsere Antwort

Wozu? Damit wir Ihm vertrauen und nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben. Das ist das Ziel von Weihnachten: dass wir ihm vertrauen.

Doch wenn Gott nun so ist – voller Liebe – was sollte uns davon abhalten, Ihm zu vertrauen? Und noch persönlicher: Was sollte dich davon abhalten, ihm dein Leben anzuvertrauen?


Die Weihnachtsgeschichte in Kurzform

Kaiser Augustus befahl eine Volkszählung durchzuführen. Da machten sich alle auf, um sich in Steuerlisten eintragen zu lassen – jeder in seine Heimatstadt. Auch Josef und Maria. Ihr Ziel war die Stadt Betlehem. Maria aber war hochschwanger, so dass dort die Zeit der Geburt kam. Sie brachte einen Sohn zur Welt, wickelte ihn in Windeln und legte in eine Futterkrippe, weil sie in der Herberge keinen Platz fanden.

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In der Gegend waren Hirten auf den Feldern. Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen und sprach: „Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch eine gute Nachricht. Heute ist der Retter geboren.“ „Ihr werdet ein Kind finden in Windeln gewickelt, das in einer Futterkrippe liegt.“ Plötzlich war der Engel umgeben vom vielen Engeln, die riefen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen!“

Da sagten die Hirten: „Kommt, wir gehen nach Betlehem! Wir wollen sehen, was da geschehen ist.“ Die Hirten liefen hin und fanden Maria,  Josef und das Kind in der Futterkrippe. Als sie das sahen, erzählten sie, was ihnen der Engel über dieses Kind gesagt hatte. Die Hirten kehrten wieder zurück und priesen und lobten Gott für das, was sie gesehen hatten.

Bevor du gehst – Segen

Gott segne dich und behüte dich!

Seine Liebe gilt dir.

Sein Frieden wird dich begleiten